WortShop Blog

Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt. Ob ein Café mit Freunden, eine Reise durch Indien oder eine Fahrt mit der Straßenbahn – In meinem Blog schreibe ich über Geschichten und Gesichter des Lebens, über Erfahrungen und Erlebnisse, über Menschen und Meinungen.

Viel Vergnügen beim Lesen und Nachdenken. Ich freue mich über Deine Kommentare und Dein Feedback.

Texter 4.0 – Ein neues Berufsbild?!

Schon seit einiger Zeit beobachte ich die Neuerfindung des Berufsbildes Texter. Noch nie zuvor konnten Inhalte so schnell erstellt, bearbeitet und ersetzt werden. Noch nie zuvor waren unsere KundInnen mit so vielen Texten und Wörtern überflutet. It’s all about content – Es stimmt, denn noch nie zuvor war die Qualität der Inhalte wichtiger. Rechtschreibkenntnisse, Wortschatz und Wortgewandtheit reichen nicht mehr aus, um gute Texte zu schreiben und LeserInnen zu erreichen. Aber was braucht der Texter 4.0? Jede Menge, wie die folgenden sechs Punkte zeigen:

1. Empathie

Texte sind keine reine Ansammlung von Wörtern. Texte vermitteln Erkenntnisse, Emotionen und Erlebtes. Wer sich nicht in die Sichtweise seiner LeserInnen hineinversetzen kann, der hat Probleme Texte auf den Punkt zu bringen. Ein Texter muss Gefühle fühlen, Emotionen erahnen, Sichtweisen sehen und Probleme prognostizieren. Und das immer für die jeweilige Zielgruppe.

2.  Visionen

Ein Texter braucht Visionen. Denn hinter jeder guten Geschichte steckt eine Vision, was ein Text auslösen soll. Ein Beispiel: Werbetexte für Küchengeräte haben primär nicht die Funktion technische Details zu transportieren. Sie sollen möglichen KundInnen das Gefühl vermitteln ein verlässlicher Küchengehilfe zu sein und so feine Gerichte zaubern zu können, die zu unvergesslichen Momenten mit Freunden und Familie beitragen. Es geht um die Vision, die Geschichte hinter einem Produkt.

3. Kreativität

Kreativität, die Fähigkeit neue und brauchbare Ideen zu entwickeln, bleibt wohl eine der wichtigsten Kompetenzen eines professionellen Texters. Es ist dieses Gespür für tiefe Emotionen und außergewöhnliche Ideen. Es ist die Fähigkeit einem Text das gewisse Etwas zu geben und noch so konträre Inhalte in eine Geschichte zu verpacken.

4. Kompetenz

Die Frage der Kompetenz ist wohl die größte Herausforderung für den Texter unserer Zeit. Neben vorausgesetzten Kompetenzen wie Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck, braucht es Know-how in den Bereichen Marketing, Content Management oder Social Media. Eine gute Intuition und soziale Kompetenz runden das Profil eines modernen Texters ab. Denn eines haben alle Konzepte und Texte gemeinsam: Sie werden für Menschen erschaffen.

5. Flexibilität

Der Texter 4.0 muss sich auf unterschiedliche Branchen und Betriebe einlassen und sich Wissen schnell und selbstständig aneignen können. Ob Reisen, Maschinen oder Lebensmittel, ein guter Texter verwandelt jedes Produkt und Projekt in einzigartige Texte.

6. Weitblick

Das Hauptproblem der Kommunikation sind unterschiedliche Ausgangspositionen. Der eine fährt ein Auto um von Wien nach Linz zu kommen, der andere fährt es aus Lifestylegründen und wieder ein anderer schraubt und bastelt am Sonntag am liebsten daran herum. Was ich sagen möchte: Wir brauchen eine ganze Menge Weitblick. Weitblick für Produkte, Persönlichkeiten und Problemlösungen.

Porsche, Penthouse, Partys? So hip leben Startups wirklich!

Wie ist es Unternehmer zu sein? Diese Frage bekomme ich des Öfteren gestellt und redselig wie ich bin, erzähle ich dann gerne offen und ehrlich von meinem Alltag. Die anfängliche Begeisterung meiner Zuhörer („Wow, du hast dein eigenes Business.“) verfliegt dann manchmal ganz schnell („Warum tust du dir das eigentlich an?“).

6:00 Uhr, mein Wecker läutet. Zeit aufzustehen und zwar sofort. Ich bin Geschäftsführer, Vertriebsleiter, Head of Marketing, Buchhalter, Sekretär und Putzmann und deswegen zählt jede Minute. Während die Kaffeemaschine läuft, starte ich bereits mit dem Checken der Emails. Dann bin ich für einige Stunden in aktuelle Projekte vertieft. Nebenbei muss ich Angebote schreiben, diverse Werbekanäle versorgen und Telefonate erledigen. Ganz nebenbei muss ich die Buchhaltung machen, Statistik führen und neue strategische Ideen kreieren um neue Kunden für meine Leistungen zu begeistern. Ganz ganz nebenbei muss ich feiern, sporteln, leben und auch mal entspannen.

15:00 Uhr, hinter mir liegen produktive Stunden und es geht weiter: Café mit einem Kunden, Briefing bei einem Partner und einen Termin bei meiner Bank, um anschließend wieder an meinen Schreibtisch zurückzukehren.

22:00 Uhr, der Laptop klappt zu, die Schreibtischlampe geht aus. Hinter mir liegen 16 Stunden Arbeit, 16 Stunden denken, schreiben und organisieren. Fertig bin ich aber nicht, weder mit der Arbeit noch mit den Nerven. Egal ob ich 10 oder 20 Stunden arbeite, es gibt immer noch was zu tun. Egal ob ich 10 oder 20 Stunden arbeite, es macht immer noch Spaß.

23:00 Uhr, ich liege vorm TV und hatte gerade einen kreativen Einfall für mein Business. Hört „die Arbeit“ denn nie auf? Nein, das tut sie nicht.

Wer sich auf das Abenteuer eigenes Business begibt, begibt sich auf eine spannende Achterbahnfahrt, auf ein ungewisses Neuland, auf eine neue Reise. Ein eigenes Unternehmen verlangt uns viel ab. Schlaf, freie Sonntage oder Partys, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Nach acht Stunden lassen wir nicht einfach den Bleistift fallen. Nein, denn unsere Geschäftsidee begleitet uns in allen Lebenslagen. Dann ist es also das Geld, warum Gründer gründen, werden viele jetzt denken. Aber bei einem eigenen Startup geht es um viel mehr als Geld und Reichtum, es geht um Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung und darum, etwas zu erschaffen.

Ich fasse das Abenteuer Startup für mich so zusammen:

Es ist kein Jaguar, sondern ein Fahrrad.

Es ist kein schickes Büro in der Wiener Innenstadt, sondern meine eigene 50m2-Wohnung.

Es sind nicht acht tägliche Arbeitsstunden, sondern zwölf.

Es sind nicht 20 Mitarbeiter, sondern nur ein einziger.

Es sind nicht 10.000€ pro Monat, sondern 3.000€.

Aber das Wichtigste: Es ist nicht die Idee eines anderen, sondern mein eigener Traum.

Wie steht es um deine Ideen und Träume? Werden sie auch zum Startup?

Holz für Feuer, Ruhe für Ideen!

Für ein schönes Kaminfeuer brauchen wir Holz, für einen Café Latte Milch und für einen Text einen Stift. Aber was brauchen wir für kreative Ideen? Wie können Ideen entstehen, wachsen und reifen? Hier ein paar Tipps aus meiner Erfahrung als Texter und Marketingberater:

  1. In der Ruhe liegt die Kraft der Kreativität!

„Ich habe mir den Kopf darüber zerbrochen, stundenlang gegrübelt und überlegt, aber ich finde keine originelle Idee.“ Diesen Satz höre ich von vielen Studierenden und KundInnen. Manchmal ist weniger mehr und das zu akzeptieren, fällt uns in unserer schnelllebigen Zeit schwer. Wir sind ständig erreichbar, ständig unterwegs, ständig online, da bleibt für Ideen kaum Raum. Wenn wir unserem Geist und unseren Gedanken Ruhe gönnen, kommen Ideen oft von selbst.

  1. Das Leben wahrnehmen!

Wir vergessen manchmal darauf, dass Leben richtig wahrzunehmen. Die Folge: Wir vergessen ganz einfache Bedürfnisse unserer KundInnen und betrachten diese mit einer abstrakten Brille. Die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings im Gesicht, der Geschmack des frischgebackenen Kuchens oder der Schweiß beim morgendlichen Joggen, wer das Leben bewusst wahrnimmt, der lässt Ideen entstehen und entwickeln. Oft sind die simpelsten Alltagssituationen die besten Impulse für Ideen.

  1. Ideen bestehen aus Millionen Ideen!

Ideen bestehen aus Millionen Ideen, die wiederum aus Millionen Ideen bestehen. Um wesentliche Ideen zu fokussieren, ist der Austausch mit KundInnen, KollegInnen und Freunden wichtig. Andere Blickwinkel, neue Perspektiven und neue Ideen werden uns oft durch Kommunikation geboten.

  1. Ideen brauchen Mut zu Taten!

In meinem Berufsalltag erlebe ich häufig folgendes Phänomen: Gedanken bleiben Gedanken. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass der Mut zu Taten fehlt, der Mut einen Punkt zu setzen und zu sagen: „Die Idee ist gut, wir veröffentlichen das so.“ Doch nur wer Ideen in konkrete Werbetexte und Marketingstrategien umsetzt, wird bemerken, wie diese bei KundInnen ankommen und wie daraus wieder neue Ideen wachsen. Also: Weniger denken, mehr tun.

  1. Ideen und Fakten!

Gute Ideen entstammen nicht selten Zahlen und Fakten. Welche Leistungen fragen die meisten meiner WerbekundInnen nach? Welche Fragen haben die meisten KundInnen? Welches meiner Angebote wird kaum gekauft? Antworten auf diese Fragen kann die Statistik oder das Controlling liefern. Dadurch werden neue Ideen initiiert.